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Fritz Rudolf Künker GmbH & Co. KG > eLive Auction 93Auction date: 20 July 2026
Lot number: 21

Price realized: 310 EUR   (Approx. 354 USD)   Note: Prices do not include buyer's fees.
Lot description:


APULIA
TEATE. Æ-Quincunx, 225/200 v. Chr.; 14,96 g Athenakopf r. mit korinthischem Helm, darüber fünf Wertkugeln//Eule steht v. v. auf Kapitell, r. fünf Wertkugeln. Hoover 654; Rutter, Historia Numorum 702 a; SNG ANS 746; SNG München 526. Dazu: Ein Æ-Quincunx aus Larinum mit Areskopf und Reiter (Rutter, Historia Numorum 625).

2 Stück. Grüne Patina, min. korrodiert, sehr schön und hübsche Patina, sehr schön

Estimate: 250 EUR

Match 1:
Fritz Rudolf Künker GmbH & Co. KG > Auction 447Auction date: 2 November 2026
Lot number: 49

Price realized: This lot is for sale in an upcoming auction - Bid on this lot
Lot description:


APULIA
TEATE. Æ-Quatrunx, 225/200 v. Chr.; 12,77 g Herakleskopf im Löwenfell r.//Löwe r., darüber Keule, im Abschnitt vier Wertkugeln. Rutter, Historia Numorum 704; SNG ANS 753; Hoover 656.

Grüne Patina, gutes sehr schön

Aus einer süddeutschen Privatsammlung.

Wohl Exemplar der Liste Münzen und Medaillen AG 113, Basel 1952, Nr. 227.

Estimate: 150 EUR

Match 2:
Fritz Rudolf Künker GmbH & Co. KG > Auction 447Auction date: 2 November 2026
Lot number: 87

Price realized: This lot is for sale in an upcoming auction - Bid on this lot
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LUCANIA
SYBARIS. AR-Stater, 550/510 v. Chr.; 8,21 g Stier steht l., Kopf zurückgewandt//Incus: Stier steht r., Kopf zurückgewandt. Rutter, Historia Numorum 1729; SNG ANS 838; SNG München vergl. 1155; Hoover 1231.

Winz. Schrötlingsfehler und Kratzer, gutes sehr schön

Exemplar der Sammlung „Antike Münzen aus zwei Generationen – eine gemeinsame Sammelleidenschaft".

Exemplar der Auktion NAC 18, Zürich 2000, Nr. 36 und erworben im Mai 2007 bei Pegasi Numismatics über VCoins.

Gemäß der schriftlichen Überlieferung wurde Sybaris als älteste griechische Pflanzstadt 721 v. Chr. gegründet. "Von der hohen Blüte, zu welcher diese Staaten (Metapont und Sybaris) in unglaublich kurzer Zeit gediehen, zeugen am lebendigsten die einzigen auf uns gekommenen Kunstwerke dieser italischen Achäer: ihre Münzen von strenger altertümlich schöner Arbeit, überhaupt die frühesten Denkmäler von Kunst und Schrift in Italien, deren Prägung erweislich im J. 171 d. St. (Rom = 580 v. Chr.) bereits begonnen hatte. Diese Münzen zeigen, dass die Achäer des Westens nicht bloß teilnahmen an der eben um diese Zeit im Mutterlande herrlich sich entwickelnden Bildnerkunst, sondern in der Technik demselben wohl gar überlegen waren; denn statt der dicken, oft nur einseitig geprägten und regelmäßig schriftlosen Silberstücke, welche um diese Zeit in dem eigentlichen Griechenland wie bei den italischen Dorern üblich waren, schlugen die italischen Achäer mit großer und selbständiger Geschicklichkeit aus zwei gleichartigen teils erhaben und teils vertieft geschnittenen Stempeln große dünne stets mit Aufschrift versehene Silbermünzen, deren sorgfältig vor der Falschmünzerei jener Zeit - Plattierung geringen Materials mit dünnen Silberblättern - sich schützende Prägweise den wohlgeordneten Kulturstaat verrät" (Mommsen, Röm. Gesch. I., S. 132.).

Estimate: 1000 EUR

Match 3:
Fritz Rudolf Künker GmbH & Co. KG > Auction 447Auction date: 2 November 2026
Lot number: 90

Price realized: This lot is for sale in an upcoming auction - Bid on this lot
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LUCANIA
THURIOI. AR-Didrachme, 400/350 v. Chr., signiert von Molossos; 7,79 g Athenakopf r. mit attischem Helm, Scylla als Helmzier//Stier stößt r., im Abschnitt Fisch, auf der Grundlinie . Rutter, Historia Numorum 1784; SNG ANS 1022; SNG München vergl. 1191; Hoover 1260.

Revers leicht dezentriert, sehr schön-vorzüglich

Exemplar der Auktion Hirsch Nachf. 189, München 1996, Nr. 58.

Die lange diskutierte Frage, ob Molossos ein Künstler oder ein Beamter war, konnte anhand eines Stückes aus den Sammlungen Ginori und Lloyd, welches die Legende zeigt, eindeutig beantwortet werden: Es handelt sich um einen Künstler, der die von ihm geschaffenen Stempel signiert hat. Siehe zum Stempelschneider Molossos: Berthold, Angela, Entwurf und Ausführung in den artes minores. Münz- und Gemmenkünstler des 6.-4. Jhs. v. Chr. (Diss. Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg 2008), S. 248 f.

Estimate: 250 EUR

Match 4:
Fritz Rudolf Künker GmbH & Co. KG > eLive Auction 93Auction date: 20 July 2026
Lot number: 149

Price realized: 430 EUR   (Approx. 490 USD)   Note: Prices do not include buyer's fees.
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BACTRIA
Eukratides I., 170-155 v. Chr. AR-attische Tetradrachme, Merv; 14,59 g Drapierte Büste r. mit Helm//Dioskuren reiten r. BN Bact. 6 O; Mitchiner, Indogreek 177 a; SNG ANS 467; Hoover 131.

Min. korrodiert, sehr schön



Exemplar der Auktion Peus Nachf. 410, Frankfurt am Main 2013, Nr. 197 und der Auktion Hirsch Nachf. 314, München 2015, Nr. 2597.

Nachdem sich Demetrios I. Indien zugewandt hatte, gab es nördlich des Hindukush entweder ein Machtvakuum oder die dortigen Griechen fühlten sich vernachlässigt, jedenfalls gab es 171 v. Chr. eine Rebellion mit Eukratides an der Spitze. Dieser konnte sich in Baktrien bis 168 völlig durchsetzen. Später griff er auch nach Indien aus und engte den Machtbereich Menanders ein. Er selbst wurde von einem Sohn, vermutlich Plato, grausam ermordet. Dazu zuletzt: Holt, F. L., Who killed Eukratides the Great?, in: S. B. Majumdar (Hg.), Transcending Boundaries: Premodern Cultural Transactions across Asia, Delhi 2024, S. 685-698.

Die Münzprägung des Eukratides I. zeichnet sich durch eine auffällige Ikonografie auf dem Avers aus: Auf all seinen Prägungen ab der Zeit des Indienfeldzugs ist der Herrscher mit einem böotischen Kavalleriehelm zu sehen, der an den Seiten mit Stierhörnern geschmückt ist. Damit bediente er sich, so Julian Wünsch (S. 117), derselben Repräsentation wie bereits Seleukos I. bei seinem Feldzug gegen den indischen Maurya-König Chandragupta und verglich seine eigene militärische Leistungsfähigkeit mit der des großen Seleukiden. Allerdings ist der dargestellte Helm zwar als böotisch bezeichnet, war aber in der Kavallerie des Alexanderheeres verbreitet und wurde laut Eric Janssen – ähnlich wie bei der Kausia diadematophoros auf den Münzvorderseiten des Antimachos – verwendet, um den damit dargestellten Herrscher in Verbindung mit Alexander dem Großen und dessen Sieghaftigkeit zu bringen, und zwar parallel in Baktrien und im Seleukidenreich. In diesem Fall wäre bei der vorliegenden Münze also kein Vergleich der militärischen Leistungsfähigkeit des Eukratides mit der des Seleukos, sondern mit jener Alexanders des Großen intendiert gewesen, siehe Janssen, S. 63 ff. Auch der zugehörige Revers verweist mit den Schlachtenbeihelfern Kastor und Pollux im Kontrast zu Zeus, Herakles und Poseidon auf den Münzen seiner Vorgänger deutlich auf die militärische Begründung seines Königtums. Janssen, E. Die Kausia. Symbolik und Funktion der makedonischen Kleidung, Dissertation Georg-August Universität zu Göttingen, Göttingen 2007. Wünsch, J., Die Feldzüge des Eukratides I. von Baktrien und der Kampf um seine Nachfolge, in: JNG 71 (2021), S. 117-146.

Estimate: 200 EUR